Flächenkreislauf
Der Flächenkreislauf wird bestimmt durch einen Nutzungszyklus von Planung, Nutzung, Nutzungsaufgabe, Brachliegen und Wiedereinbringung von Bauwerken und zugehörigen Flächen.
Die Flächenkreislaufwirtschaft folgt einem Bewirtschaftungsansatz, der die unter bestimmten Bedingungen erforderliche Inanspruchnahme neuer Flächen zulässt, jedoch vorrangig und systematisch die Ausschöpfung aller Potenziale der Bestandsentwicklung und der Inwertsetzung von Brachflächen verfolgt.
Eine möglichst auf stadtregionaler Ebene zu konzipierende Flächenkreislaufwirtschaft ist als Strategie zu verstehen, die die folgenden Strategieteile miteinander kombiniert:
- systematische Erfassung bestehender sowie zu erwartender Flächenpotenziale,
- systematischer Abgleich von Potenzialen mit der aktuellen und zu erwartenden Nachfrage nach Flächen und Nutzungen,
- Steuerung von Quantitäten der räumlichen Planung durch übergeordnete Planungsebenen mittels verbindlicher Messgrößen,
- vertikale und horizontale Kooperation in den Kommunen, zwischen den Kommunen und innerhalb zu definierender Stadtregionen sowie zwischen den öffentlichen und privaten Akteuren zur Feinsteuerung von Quantitäten und Qualitäten der Flächennutzung bzw. zur Standortfindung,
- finanzieller Lasten- und Nutzenausgleich innerhalb der Stadtregion.
