Forschungsleitfragen und Forschungsziele
Das Forschungsvorhaben befasste sich mit Forschungsfragen, die in den Planspielen und mit wissenschaftlichen Expertisen bearbeitet wurden:
- Wie sind die quantitativen und qualitativen Zielformulierungen der nationalen Ebene in die Ebene der Städte und Regionen umsetzbar?
- Wie können die Grundgedanken einer Flächenkreislaufwirtschaft in den Städten und Regionen kommuniziert werden?
- Wie verhalten sich die flächenrelevanten städtischen und regionalen Akteure in Bezug auf Ziele und Strategien einer Flächenkreislaufwirtschaft?
- Welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen sind nötig, um erfolgreiches Flächenrecycling zu betreiben?
- Wie kann eine handlungsleitende Strategie der Flächenkreislaufwirtschaft für die Kommunen und Regionen entwickelt werden?
- Welche Schlussfolgerungen für Bund, Länder, Regionen und Kommunen sind aus den Planspielen für Rahmensetzungen und Instrumente im Sinne eines Policy-Mix für eine funktionierende Flächenkreislaufwirtschaft abzuleiten?
Die Antworten auf diese Leitfragen waren in besonderem Maße abhängig von den jeweiligen städtischen und regionalen Rahmenbedingungen wie z.B. Zielkonflikten zwischen Stadt und Umland, der Aufgabenverteilung in der Region, bestehenden Flächenressourcen bis hin zur Kompetenz und Innovationsfreudigkeit der beteiligten Akteure.
Das Forschungsvorhaben diente dazu, in den Planspielen zu überprüfen,
- ob und unter welchen Rahmenbedingungen die Flächenkreislaufwirtschaft eine tragfähige Strategie für Städte/Stadtregionen darstellt und
- mit welchen Maßnahmenbündeln bzw. Policy-Mix sich Städte/Stadtregionen dem Ziel des Flächenkreislaufes nähern können.
Dabei galt es, den Policy-Mix aus rechtlichen, planerischen und ökonomischen Instrumenten sowie aus strukturell-organisatorischen Prozessen den spezifischen räumlichen, wirtschaftlichen sowie demografischen Ausgangsbedingungen und Perspektiven der jeweiligen Stadt/Stadtregion anzupassen.
Die Planspiele sollten Reformansätze für eine Flächenkreislaufwirtschaft zur Erreichung der flächenpolitischen Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie aufzeigen. Der Bund sollte daraus den konkreten Veränderungsbedarf bei den Rahmenbedingungen und Instrumenten ableiten können, die wiederum den Ländern, Regionen und Kommunen ein Handeln im Sinne der Flächenkreislaufwirtschaft ermöglichen.