Ablauf

Die Planspiele zur Flächenkreislaufwirtschaft fanden im Zeitraum Juni 2005 bis April 2006 in fünf Planspielregionen statt. Je Planspielphase und Planspielregion fanden je drei eintägige Planspielworkshops vor Ort statt, insgesamt also sechs Workshops pro Region. Vor Beginn der eigentlichen Planspielphase erfolgte zu Beginn des Jahres 2005 in jeder Planspielregion eine Vor-Ort-Analyse der raumrelevanten Planungen, der Flächenpotenziale und der wesentlichen potenziellen Akteure einer Flächenkreislaufwirtschaft. Diese Vor-Ort-Analyse wurde methodisch mit einer Befragung wesentlicher regionaler Akteure über Ziele, mögliche Vorgehensweisen und Hemmnisse sowie über Einstellungen zur Flächenkreislaufwirtschaft untermauert.

Auf dieser Basis erfolgte schließlich einerseits die Auswahl der zehn bis zwölf Planspielteilnehmer/-innen je Region. Andererseits wurde auf der Basis der analysierten Flächenpotenziale und der zu erwartenden Bevölkerungs- und wirtschaftlichen Entwicklung für jede Planspielregion Flächenreduktionsziele bis zum Jahr 2010 und bis zum Jahr 2020 ermittelt. Diese Reduktionsziele dienten im Rahmen der Planspiele der Verdeutlichung des regionalen Handlungsbedarfs, der bestünde, wenn die Flächeninanspruchnahme analog zu den flächenpolitischen Zielen des Bundes reduziert werden würde.

Eingangs der Vor-Ort-Analysen wurden im Dezember 2004 in Grundsatzvereinbarungen zwischen dem BBR und den einzelnen Planspielregionen grundlegende Mitwirkungspflichten und Aufgabenverteilungen fixiert. Diese wurden im Mai 2005 in Form von Zielvereinbarungen um Qualitätsziele, Mengenreduktionsziele und um die Festlegung der Planspielbeteiligten konkretisiert.

Die öffentliche Bekanntmachung der Planspielteilnehmer und Übergabe der Grundsatzvereinbarungen erfolgte anlässlich einer Starterveranstaltung am 14. Dezember 2004 beim BBR in Bonn. Die Konzeption der Planspiele wurde in regionalen Auftaktveranstaltungen im Juni 2005 in den Regionen vorgestellt. Die Ergebnisse der Planspiele, insbesondere die integrierten Handlungskonzepte als Ergebnis der Status-quo-Planspiele, wurden in Impulsveranstaltungen im Juni und Juli 2006 in den Planspielregionen bekannt gemacht und diskutiert.