Planspielregionen: Stadt Duisburg (Nordrhein-Westfalen)

505.000 Einwohner, 233 km2 Fläche

Ausgangssituation

Das Oberzentrum Duisburg liegt an der Schnittstelle von Rheinschiene und Ruhrgebiet in einem der größten Agglomerationsräume Europas. Der wirtschaftliche Strukturwandel hat erhebliche raumstrukturelle Veränderungsprozesse hervorgerufen. Die Stadt ist durch eine hohe bauliche Dichte, große industriell und infrastrukturell (vor-)genutzte Bereiche, räumliche Funktionsverluste und Arbeitsplatzabbau gekennzeichnet. Die Bevölkerungszahl nimmt kontinuierlich ab.

Erfahrungen mit Brachflächenrecycling

Neben der Aktivierung neuer Gewerbestandorte auf Brachflächen wurden in Duisburg auch weitere Nutzungsziele realisiert. Zwei Beispiele, die im Rahmen der "Internationalen Bauaustellung Emscher Park" (IBA) umgesetzt wurden, sind der Dienstleistungspark Innenhafen und der Landschaftspark Duisburg-Nord. Weitere Stadtentwicklungsprojekte haben den Stadtumbau bzw. die Wiedernutzung von Flächen zum Ziel. Herausforderungen sind die erforderliche Anpassung von Wohnungsmarkt und Infrastruktur an die weiterhin zu erwartende Schrumpfung der Bevölkerungszahlen. Im Rahmen dieses Stadtumbauprozesses soll daher ein integriertes Gesamtkonzept im Rahmen des Stadtumbaus zu den Themen Wohnen, Umwelt, Freizeit/Kultur, Bildung, Wirtschaft und Verkehr/Infrastruktur erarbeitet werden.

Bausteine einer städtischen Flächenkreislaufwirtschaft

Für eine städtische Kreislaufwirtschaft boten sich zwei Handlungsfelder an, die im Rahmen der Planspiele weiter ausgearbeitet werden sollten:

  • Entwicklung größerer Flächen
    Die Wiedernutzung von Brachflächen, für die eine eigendynamische Entwicklung kurz- oder mittelfristig nicht zu erwarten ist.
  • Bildung eines Entwicklungsfonds Duisburg
    Durch einen revolvierenden kommunalen Brachflächenfonds sollte die integrierte Flächenentwicklung gefördert werden. Ziel dabei ist auch die Reaktivierung von brachliegenden bzw. untergenutzten Kleinstandorten und die Ansiedlung von kleinen und mittleren Unternehmen

Ausblick

Auf Basis der Erfahrungen mit der Wiedernutzung schwer aktivierbarer und durch Altlasten verunreinigter Brachflächen sind von einer städtischen Strategie der Flächenkreislaufwirtschaft wichtige Impulse für eine verstärkte Innenentwicklung in Duisburg zu erwarten.

Ansprechpartner

Stadt Duisburg, Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement,
Martin Linne
Fr-Albert-Lange-Platz 7
47049 Duisburg
Telefon: + 49 (0) 203.283-4182
Telefax: + 49 (0) 203.283-3666
E-Mail: stadtentwicklung@stadt-duisburg.de