Planspielregionen: Region Rheinhessen-Nahe (Rheinland-Pfalz)
840.088 Einwohner (2003), 3.041 km2 Fläche
Die Planungsregion Rheinhessen-Nahe bestand aus den Landkreisen Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Mainz-Bingen und den beiden kreisfreien Städten Mainz und Worms. Der östliche Teil der Region schließt an das Rhein-Main-Gebiet an und unterliegt bislang einem Wachstumsdruck, während der westliche Teil eher von Strukturschwäche und künftig deutlich abnehmender Bevölkerung geprägt ist.
Rahmenbedingungen
Der östliche Teil der Region (Rheinhessen) ist durch eine ausgeprägte Suburbanisierung und Stadt-Umland Wanderung in den
Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms im Umland der Landeshauptstadt Mainz gekennzeichnet. Der westliche Teil der Planspielregion
(Nahe) mit dem Landkreis Birkenfeld und Teilen des Landkreises Bad Kreuznach ist durch Bevölkerungsverluste und die Aufgabe der
die Wirtschaftsstruktur bestimmenden Standorte der US-Streitkräfte und der Bundeswehr geprägt. Damit verbunden ist neben
Standortrisiken auch ein wachsendes Potenzial von Brachflächen.
Statistische Angaben zur aktuellen Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsflächen sowie der Einwohnerzahlen finden Sie auf den Seiten des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz: www.statistik.rlp.de/lan/presse/pm05164.html
Trendwende – Vom "gesteuerten Wachstum" zum "gestaltenden Umbau"
Die Region Rheinhessen-Nahe plant die Flächeninanspruchnahme deutlich zu reduzieren und dabei den Regionalen Raumordnungsplan als einen Ansatzpunkt für die Festlegung von Schwerpunkten der Siedlungsentwicklung nutzen. Regionales Flächenmanagement und Wohnungsmarktbeobachtungen sollen die Mobilisierung vorhandener Baulandpotenziale und die Konzentration auf geeignete Standorte für Wohnen und Gewerbe unterstützen. Ein Schwerpunkt hierbei wird in der Wiedernutzung von Konversionsflächen gesehen. Der In-Wert-Setzung der Kulturlandschaft soll die Schaffung eines Regionalparks dienen.
Erwartungen an das Planspiel
Der sparsame Umgang mit der Fläche sollte als übergreifendes Ziel stärker in der Region verankert werden, um so ein neues Problembewusstsein zu schaffen. Parallel sollte das vorhandene Instrumentarium zielorientierter angewendet und gegebenenfalls ergänzt werden. So sollten notwenige Umbau- und Rückbauprozesse gesteuert, die Innenentwicklung gestärkt und zusätzliche Flächeninanspruchnahmen reduziert werden.
Ansprechpartner
Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe
Christiane Donnerstag
Lauterenstr. 37
55116 Mainz
Telefon: + 49 (0) 6131 48018 - 46
E-Mail: geschaeftsstelle@pg-rheinhessen-nahe.de